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Neues Geldwäschegesetz: Ausweis erst wenn’s ernst wird !

 


Makler sind durch das Geldwäschegesetz verpflichtet,
bei der Vermittlung von Kaufimmobilien die Identität ihrer Kunden festzustellen.

Nun hat der Bundestag einen Gesetzentwurf verabschiedet,
wonach sie ihre Kunden erst bei ernsthaftem Interesse nach dem Ausweis fragen müssen.

Wer sich als Makler ans Geldwäschegesetz halten will, muss die Identität seiner Kunden überprüfen.
Besteht ein Verdacht auf Geldwäsche, müssen Makler diesen umgehend den Behörden melden.

Mit der neuen Gesetzesänderung muss der Makler nun erst dann nach dem Personalausweis fragen,
wenn der Kunde ernsthaft an der Immobilie interessiert ist und einen Kaufvertrag abschließen will.
Bisher mussten Makler bereits beim Besichtigungstermin die Identität der Interessenten prüfen,
bei Kaufinteressenten einer vom Verkäufer selbst genutzten Immobilie sogar vor dem Nennen der Objektadresse.

Laut Gesetzestext kann spätestens dann von einem ernsthaften Kaufinteresse ausgegangen werden,
wenn eine der Kaufvertragsparteien von der anderen den Kaufvertrag erhalten hat.
Auch das Abschließen einer Reservierungsvereinbarung oder eines Vorvertrages,
sowie das Zahlen einer Reservierungsgebühr sind Gründe,
wegen denen der Makler ein ernsthaftes Interesse am Abschluss des Kaufvertrages annehmen kann.

Weniger Bürokratie, entspannterer Besichtigungstermin


Für Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD),
ist dies eine wesentliche Verbesserung zur bisherigen Rechtslage.

„Bisher sieht das Geldwäschegesetz vor, dass Makler ihren Kunden bereits bei Begründung
der Geschäftsbeziehung identifizieren müssen“, so Schick.

Aber gleich beim Besichtigungstermin nach dem Ausweis gefragt zu werden, stoße bei vielen Interessenten auf Unverständnis.
Schick lobt: „Die Verschiebung des Identifikationszeitpunktes ist angemessen und bedeutet weniger Bürokratie für unsere Berufsgruppe."

Das neue Geldwäschegesetz wird voraussichtlich am 26. Juni 2017 in Kraft treten.

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